Angebot und Nachfrage – Page Arizona

Nach unserem grandiosen Aufenthalt im Monument Valley haben wir für zwei Tage in Page Halt gemacht. Die Kleinstadt, die weder schön noch besonders ist, liegt in Nord Arizona am Lake Powell. Trotz seiner eher uninteressanten Erscheinung zahlt man hier für ein einfaches Motelzimmer schon mal über zweihundert Dollar. Hier kann man das Prinzip Angebot und Nachfrage am lebendigen Leib spüren. Zum einen liegt die Kleinstadt weit weg von jeder Ortschaft, die eine Alternative Unterkunft bieten könnte, und zum anderen hat die Stadt neben dem See zwei weitere Sehenswürdigkeiten, die zu so einem Roadtrip einfach dazu gehören. Kurz hinter der Stadtgrenze liegt das Horseshoe Bend, was im Prinzip nichts anderes ist, als eine Kurve des Colorado Rivers in Hufeisen Form. Hier stellt sich ein massiver Felsen dem Colorado River in den Weg, der über Jahrhunderte eine tiefe Spalte in den Boden gegraben hat. Die Aussicht von der Felskante ist gerade bei untergehender Sonne überwältigend und ganz Mutige können bis ganz an die Schlucht heran um in den Abgrund zu schauen. Ich war nur so mutig, dass ich mich auf dem Bauch liegend an die bröckelige Kante gerobbt habe.


  
  

Eine weitere Topattraktion ist der Antelope Canyon. Dieser ist von weitem eigentlich nur als großer Parkplatz zu erkennen. Der Parkplatz gehört zu einem der Touranbietern mit denen man den Canyon von Innen besichtigen kann. Unter der kleinen Spalte, die manchmal nur wenige Zentimeter breit ist, findet man ein wahres Wunderwerk der Natur. Durch enge Gänge geht man zusammen mit einem Tourguide vorbei an weichen Formen, die das Wasser hier in den roten Sandstein gespült hat. Dazu lässt das Sonnenlicht, welches durch den engen Spalt fällt, die Felsen blutrot leuchten. Leider ist es hier im Sommer auch sehr belebt und auch innerhalb des Canyons sehr warm, so dass die vielen Menschen, die sich durch das Naturwunder drängen, nicht nur sichtbar sondern auch riechbar sind.


  
  
Wir haben übrigens doch noch ein Zimmer für unter zweihundert Dollar gefunden. Das Pageboy Motel kurz vom Ortsausgang gehört zu keiner Kette und war deshalb wohl preislich auch etwas ungebundener. Die Schwester der Chefin hatte nicht nur eine Stimme wie Rod Stewart nach einen durchgezächten Nacht, sondern regte sich sympathischer Weise zusammen mit uns über die überzogenen Preise der Konkurrenz auf.

(5) Kommentare

  1. Salut, hola, hey 🙂 I’m really impressed by your photos. You’ve got amazing skills and I’m in love with your work. Keep it up. I wish I’d also had the chance to travel to the US it seems to be such a beautiful place with many amazing sights
    Enjoy yourself! And thank you for your impressions they give me the motivation to go on with my studies so that I eventually get the chance to travel to the US as well one day. -A

    • Hi Anna, Thank you. You realy have to go on a Trip like this, the americans would say: it is awesome!

  2. Das sind grandiose Fotos – atemberaubend beim Anschauen – für euch sicher eine tolle Zeit dort 🙂

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