Arches Nationalpark 

Nachdem wir uns den Sonnenuntergang in Canyonlands angeguckt haben wollten wir am nächsten Morgen auch den Sonnenaufgang im Arches Park sehen. Wann und wo wir das am besten machen sollten wussten wir vom örtlichen Ranger im Visitorcenter. Es ist übrigens immer eine gute Idee sich vor dem Parkbesuch hier zu informieren. Die einzelnen Nationalparks sind teilweise sehr weitläufig und oft nur mit dem Auto zu durchqueren. Meistens gibt es auch Shuttlebusse die einen von Hot-Spot zu Hot-Spot bringen. Diese Busse sind immer im Parkeintritt enthalten. Für sieben Tage kostet es zwischen 20 und 30 Dollar pro Auto pro Park, wer aber vor hat, so wie wir mehrere Parks nacheinander zu besuchen, entscheidet sich am besten für den Annualpass. Dieser kostet 80 Dollar, gilt für ein ganzes Jahr und für alle Nationalparks in den USA. Zu kaufen gibt es diesen an allen Eingängen in allen Parks.

In den Visitorcentern finden sich immer freundliche Ranger, die einem bei der Tagesplanung behilflich sind. Sie geben einem gerne Auskunft über die besten View-Points, schlagen Routen vor und wissen genau zu welcher Uhrzeit man am besten an welcher Stelle ist. Dabei haben sie immer ein Blick auf das Wetter und informieren über mögliche Sperrungen im Park. Das Wetter ist in vielen Nationalparks nicht zu unterschätzen. Einige Stellen liegen in großer Höhe so dass es bei aufziehenden Gewittern gefährlich werden kann. An anderer Stelle muss man Bäche durchwandern, die bei starkem Regen, und dieser kann auch Hunderte Meilen weit weg fallen, zu reißenden Flüssen werden. In anderen Parks gibt es Bären oder andere wilde Tiere, wo es gut ist, wenn man weiß wie man sich zu verhalten hat, wenn man auf diese trifft. Wichtig vor allem im Sommer ist es, immer genug Wasser dabei zu haben, weil es wirklich heiß werden kann und der Körper auf den sehr anstrengenden Trails sehr viel Flüssigkeit verliert. Es gibt an vielen Stellen Trinkwasserbrunnen, an denen man seine Flaschen wieder auffüllen kann. Auch diese Info erhält man im Visitorcenter.

Unser Plan war es also den Sonnenaufgang im Park zu sehen, dieser war für ca. 6:15 AM angesagt. Das bedeutete, mit duschen, frühstücken und Fahrweg, mussten wir um spätestens 5:00 am aufstehen, damit wir eine Chance haben. Was soll ich sagen – wir haben es nicht geschafft. Wir haben den Park gegen 7:00 AM erreicht, zwar nicht den Sonnenaufgang gesehen, aber dennoch einen fantastischen Morgen bei tiefstehender Sonne erlebt. Außerdem ist das Wandern am Morgen sehr viel entspannter weil die Temperaturen noch nicht so hoch sind und man oft auch noch im Schatten unterwegs ist.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich vom Arches Nationalpark etwas enttäuscht bin. Das was man sieht ist natürlich wunderschön aber hat mich weniger beeindruckt als Yosemite oder Zion. Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch, wir haben von vielen gehört, dass er ganz besonders toll sein soll. Selbst unser Lonely Planet Reiseführer hat von einem der schönsten Parks überhaupt geschwärmt. Mir gefällt nicht so gut, dass die Hotspots sehr weit auseinanderliegen und es wenige Wanderwege gibt. Außerdem ist die Infrastruktur etwas ausbaufähig. Die Wege waren nicht gut gekennzeichnet und Shuttlebusse habe ich auch keine gesehen. Auch die Arches selbst haben mich weniger beeindruckt als ich dachte. Das Ganze ist vielleicht auch meckern auf hohem Niveau, vielleicht ist man nach nun fast vier Wochen auch ein wenig satt. Wir haben bis hier hin schon so viele schöne Orte gesehen, so viele tolle Momente erlebt, dass man das alles gar nicht mehr aufnehmen kann.

… to be continued.


  
  
  

(2) Kommentare

  1. Pingback: Monument Valley | Follow the Sun

  2. Hilfreiche Tipps für unsere Reisen, die wir nach dem Lesen dieses Blogs unbedingt planen sollten 🙂

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