If you going to San Francisco

Manchmal kann man sich Glück eben doch kaufen. Nach unserer spektakulären Highway Etappe hatten wir Lust einfach nur mal am Strand zu faulenzen. Carmel war uns zu snobby, naja eigentlich nur zu teuer. Sobald es hier auf das Wochenende zugeht, drehen selbst die einfachen Motels ihre Preise auf. Da kostet das wenig luxiöse Motel-Zimmer mit Freewayblick auch schon mal hundertsiebzig Dollar.

Wir haben uns dann mal auf die weniger touristischen Orte konzentriert und sind in einem Motel 6 in der Nähe vom Sandstrand in Marina hängengeblieben. Auch das kostete schlappe hundertacht Piepen. Wir haben uns dann im örtlichen Walmart mit günstigen Sandwiches eingedeckt und sind wie geplant an den Strand. Auch hier gab es wieder kleine Überraschungen: Als wir gegen Mittag ankamen planschte ein Seehund in den Fluten und am Nachmittag tümmelten sich in Sichtweite echte Delphine. Wow!

Am Abend haben wir mit takeaway Pizza und Dr Pepper Cola den Sonnenuntergang von unserer Ladefläche genossen. Alkohol wird hier in Verbindung mit Auto fahren gar nicht gern gesehen und mit hohen Strafen geahndet. Diese Strandparkplätze sind gegen Sonnenuntergang sehr beliebt, so wunderten wir uns nicht, dass ein paar Typen alleine in Pickups verträumt in die Ferne schauten. Sogar ein Taxifahrer parkte kurzzeitig hier. Als dann einer aus seinem Fahrerfenster eine gläserne Pfeife ausklopfte war alles klar.

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Wir haben lange mit uns gehadert ob wir wieder in die große Stadt wollen, San Francisco lag nun auf unserer Strecke und wir mussten entscheiden was wir tun.

Eigentlich hatten wir nach New York, Philadelphia und Washington überhaupt keine Lust auf viele Menschen, Sirenen und hohe Häuser. Aber hier an der Westküste zu sein und nicht die Golden Gate Bridge zu sehen, kam dann auch nicht in Frage. Wieder nicht besonders glücklich über die Lage der Unterkunft, wie in Washington zu sein, wollten wir aber auch nicht. Also halfen wir unserem Glück ein wenig auf die Sprünge und buchten uns ein mindestens 18 Sterne Hotel in bester Lage in Nob Hill. Das Intercontinental Mark Hobkins war durch die Superlastminute-Buchung auch nicht megateuer, aber machte mit Parkboy und Kofferträgern in schicken Uniformen schon einiges her.

Wir haben den Tag mit einem entspannten Spaziergang durch Chinatown, über Telegraph Hill bis hin zu Fischermans Wharf verbracht, auf dem Rückweg sind wir dann natürlich auch Cablecar gefahren.

Was mir an San Francisco sehr gut gefällt ist, dass es hier scheinbar sehr entspannt zugeht. Selbst am Fischermans Wharf, was vermutlich der Touristenhotspot ist, ging es sehr locker zu. Richtig super finde ich, dass man durch die vielen Hügel immer wieder die Möglichkeit hat die Stadt „von oben“ zu sehen.

Den Abend haben wir dann bei Livemusik, überteuertem Wein und einem Fensterplatz mit Blick auf den Sonnenuntergang über der Golden Gate Bridge in der hoteleigenen Rooftopbar ausklingen lassen.

Besser hätte unser Tag nicht laufen können und ich bin froh, dass wir uns doch noch für einen Abstecher nach San Francisco entschieden haben.

So kann es weiter gehen.
  
  
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(1) Kommentar

  1. Scheinbar lebenswerte Großstadt mit besonderer Straßenbahn – für Gelsenkirchener hochinteressant – tolle Bilder wieder!

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