Monument Valley

Heute war wieder ein Tag für die Skwaraschen Urlaubs-Geschichtsbücher, an dem wieder alles gepasst hat.
Wir sind von Moab über den Highway in Richtung Monument Valley aufgebrochen. Das Navajo Gebiet auf der Grenze von Utah und Arizona ist DAS Wahrzeichen des amerikanischen Westens. Mitten im Indianerreservat stehen die Tafelberge, die man aus unzähligen Filmen kennt. Wenn man sie aus der Ferne sieht und über die schnurgerade Strasse auf sie zufährt, ist das ein echter Gänsehautmoment.

In diesem Gegend gibt es keine Städte oder Ortschaften und somit auch keine Motels. Die einzige Möglichkeit hier zu übernachten ist das The View Hotel mit Blick auf die berühmten Berge und ein, zwei weitere Lodges, die aber auch alle ausgebucht waren.

Über Google Maps haben wir dann einen kleinen Campingplatz, vier Meilen vor dem Parkeingang gefunden. Den kleinen, familiären Platz gibt es erst seit ungefähr einem Jahr und die Bewertungen waren überragend.

Das „Tipivillage“ beinhaltet ganze fünf Tipis, eine Premium Lodge und drei weitere Campsites. Alles ist mit sehr viel Liebe angelegt und die gemütliche Stimmung läd zum Bleiben ein. Der Inhaber ist Aron, ein Navajo-Indianer der mit seinem Kumpel Bob die kleine Oase mitten in der Wüste aufgebaut hat. Die Tipis waren leider alle schon vergeben, so dass wir uns mit einem „normalem“ Zelt zufrieden geben mussten. Über Aron haben wir eine geführte Tour durch das Indianerreservart gebucht. Zusammen mit dem Guide Eddie ging es dann mit einem offenen Pickup über die staubigen, holprigen Straßen zu den besten Aussichtspunkten und zu den letzten für Touristen erhaltenen Hogans, in denen die Navajo leben und Ihre Teppiche knüpfen. Weil mit uns und einem Paar aus New York unsere Reisegruppe sehr kein war, hat Eddie gleich seine ganze Familie mitgebracht. Er selbst war jetzt nicht der geborene Reiseführer und nach der fünfzehnten Erklärung welchem Tier oder welcher Comicfigur irgendein Stein ähnelte, war es um so spannender von seinem zwanzig jährigem Sohn und dessen Freundin zu erfahren wie das Leben der Navajo Heranwachsenden aussieht.

Am Abend gab es dann Selbstgegrilltes auf unserem Campsite und ein kleines Privatkonzert von John, der auf seiner Gitarre die größten Hits der amerikanischen Musikgeschichte zum Besten gab. Hinter ihm ging langsam die Sonne unter und und färbte die Felsen um uns herum blutrot. Gigantisch!


  
  
  

(2) Kommentare

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  2. Monumental 🙂
    Ihr habt es wohl gar nicht so touristisch sondern scheinbar ganz familiär erlebt, mit Livemusik, wunderbar – tolle Bilder!

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