The Camping Days

Als nächstes steht jetzt eines meiner Highlights auf dem Plan: Yosemite National Park. Darüber habe ich schon ganz viel gesehen, gehört und gelesen, unter anderem auch, dass der Sommer nicht die beste Reisezeit ist und dass, wenn man den Park im Sommer besucht, auf keinen Fall am Wochenende kommen soll. Prima wir haben Samstag (dieser Artikel kommt leicht verspätet) und dieser Tag gehört auch in den Staaten zum Wochenende. Auch weil die reine Fahrstrecke uns zu weit war, haben wir uns einfach bei Google Maps den nahgelegensten See rausgesucht und sind hingefahren.

Der New Melone Lake bei Angels Camp ist bei uns genau so unbekannt wie die Stadt selbst, naja das Dorf. Man sagte uns, dass die beiden vorhandenen Campingplätze normalerweise schon Monate im Voraus ausgebucht seien. Nicht aber in diesem Jahr. Die Hauptattraktion ist das Wasser und in diesem Jahr gab es im Lake kaum Wasser. Also gab es auch außer uns nur wenige Besucher, so konnten wir unsere ersten „we sleep in our car“ Erfahrungen ganz in Ruhe machen.

Im nahegelegenen Supermarkt haben wir uns mit allem Nötigen eingedeckt. Isomatten, Schlafsäcke, Kühlbox und zwei Kissen. Super an den Plätzen hier ist, dass man an jedem „Campsite“ einen Tisch mit Bänken und eine Feuerstelle mit Grillrost gleich dazu bekommt. Mal günstig essen und dazu noch selbstgemacht, war also auch gesichert. Schwimmen konnten wir zwar nicht in dem fast ausgetrockneten Teich, aber wir hatten trotzdem einen tollen Abend und eine durchaus bequeme Nacht in unserem KIA.


  

Next stop: Yosemite!

Weil es am nächsten Tag immer noch Sommer war und der Sonntag ja auch noch irgendwie zum Wochenende gehört sind wir erstmal, ohne uns mit Proviant für die nächsten Tage einzudecken, in den Park reingefahren um nach einem Campground Ausschau zu halten. Nachdem wir an ganz vielen „Camp full“ Schildern vorbei fahren mussten, haben wir letztendlich einen herrlichen Platz, mit allem was dazu gehört am Bridalveil Creek, an der Straße zum Glacier Point, gefunden. Prima jetzt brauchen wir nur noch etwas zu essen und dann kann es los gehen. Tja wer schon mal hier war, weiß es wahrscheinlich. Es gibt im ganzen Park keinen größeren Supermarkt. Da dieser Park wirklich sehr groß ist, war die nächste Möglichkeit knappe eineinhalb Stunden vom Camp entfernt. Nach geschlagenen drei Stunden waren wir nun endlich da und mit allen Vorbereitungen fertig.

Yosemite ist wirklich großartig. Unser Camp liegt mitten im Wald umrahmt von Bäumen und Felsen, wie aus dem Bilderbuch. Generell habe ich das Gefühl in einem dieser 90er Jahre-Highschool-Sommercamp-Film zu sein. Alles ist genau so, wie diese Filme es uns ins Hirn gehämmert haben, wie die amerikanische Wildnis auszusehen hat. Jeder Berg, jeder Wanderweg sogar jede Zufahrtsstraße sieht toll aus.

Wir übernachten weiterhin in unserem japanischen SUV, machen Lagerfeuer, zählen die wahnsinnig vielen Sterne und fühlen uns hier draußen pudelwohl.

Das einzige was manchmal ein wenig Unbehagen macht sind die vielen Bärenwahnschilder. Dazu muss man wissen, dass Yosemite Bärengebiet ist und es schon mal vorkommen kann, dass ein ausgewachsener Schwarzbär vor einem steht. Wichtige Verhaltensregel ist, dass man alle Lebensmittel, sogar Zahnpasta und Seife in den zur Verfügung gestellten Bearboxes verstaut. Wenn ein Bär kommt, soll man sich so groß wie möglich machen und ihn durch laute Geräusche vertreiben.

Bisher ist uns kein Bär über den Weg gelaufen, allerdings ist am ersten Tag ein Hirsch bis ungefähr fünfundzwanzig Meter an unser Camp herangekommen und die Chipmunks, die am Highway noch eine große Attraktion waren, laufen einem hier alle paar Meter über den Weg.

 

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(3) Kommentare

  1. Beeindruckende Bilder landschaftlich ähnlich wie canada muss ein Traum sein diese Naturereignisse zu sehen genießt es weiterhin und passt gut auf euch auf

  2. Pingback: Viva las Vegas | Follow the Sun

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