The Grand Canyon – It’s a Beautyful day

Die Tage als Auto Camper sind gezählt, auch an unserem letzten Zwischenziel, bevor es wieder in Richtung LA geht, haben wir auf einem der Campgrounds am Grand Canyon in unserem Auto geschlafen. Der Dessert View Campground liegt ganz im Osten des siebten Weltwunders und ist nur in den Sommermonaten geöffnet. Hier gibt es mal wieder keine Duschen und Internet und Telefonempfang sowieso nicht. Dafür ist es hier weitaus ruhiger als auf den großen, überfüllten Plätzen im ca. 40 km weit entfernten Grand Canyon Village. So ruhig, dass uns am Abend zwei Hirsche besuchen kamen. Überhaupt wimmelt es im ganzen Park vor lauter Menschen, in den Shuttelbussen ist es laut und die Parkplätze an den Viewpoints sind voll. Zum ersten Mal sind die Menschen hier nicht nur abenteuerlustige Naturfreaks, sondern auch immer mehr Menschen die man eher hinter Klapptischen mit dem gerade aufgewärmten Mikrowellendinner vor dem Fernseher vermuten würde. Die Rimtrails, so heißen die Wege, die an der Canyonkante entlang führen, sind überfüllt von Tagestouristen, die wie Schaulustige ihre Fotos vom Canyon machen bevor sie wieder in ihre Busse steigen. Ich glaube es liegt daran, dass man hier, anders als in anderen Parks, nicht erst seinen fetten Hintern irgendeinen Berg hinaufschleppen muss, bevor man die Aussicht genießen kann. Hier fährt man gemütlich mit dem Auto an den Straßenrand und guckt sich kurz aus dem Wagen die Aussicht an. Wenn man aussteigt, dann lässt man auf jeden Fall den Motor laufen, damit die Klimaanlage auch schön weiter kühlt. Auch wenn ich hier etwas überzeichne ist es interessant wie sehr sich das Publikum hier von dem in anderen Parks unterscheidet.Um dem Andrang aus dem Weg zu gehen haben wir eine Wanderung zum Cedar Ridge gemacht. Hier geht man ca. 800 Meter in die tiefe Schlucht und endet an einem tollen Aussichtspunkt auf etwa halber Höhe des Canyons. Im Sommer wird davon abgeraten bis hinunter zum Colorado River zu gehen. Die Temperaturen in der Talsohle liegen weit über denen, die ohnehin schon auf den Hochebenen herrschen. Tückisch ist auch, dass der Abstieg relativ leicht ist und man denn anstrengenden Aufstieg auf dem Rückweg leicht vergisst. 

Nachdem wir eigentlich immer nur Geld für Übernachtungen, Essen und Eintritte ausgegeben haben, haben wir uns hier ein bisschen Entertainment gegönnt. Im kleinen Vorort Tusayan werden Helikopter-Touren für zweihundert Dollar pro Person angeboten. Mit Bob Marleys „Three little birds“ und U2’s „Beautyful day“ auf den den Ohren schwebt man über die Pinienwälder bis zum Grand Canyon. In dem Moment wenn man über die Kante fliegt wechselt die Musik erst in ein Klassik Stück bevor man dann Informationen zur Entstehungsgeschichte des Weltwunders erfährt. Nach etwa einer halben Stunde Rundflug geht es dann mit Placebos „Bittersweet symphony“ zurück zum Flugplatz. Auch wenn das Fotografieren durch die Scheiben der Bell ohne Polfilter nicht ganz einfach war, ist dieses Erlebnis wohl eines der Highlights dieses Trips. Allein Hubschrauber zu fliegen ist schon großartig, wenn man das dann noch über einem der Hotspots dieses Planeten machen darf ist das ein Abenteuer von dem man das ganze Leben zehren kann.

   
    
    
    
    
   

(4) Kommentare

  1. Isn’t it supposed to mean beautiful instead of beautyful or did you just invented your own adjective? Don’t wanna sound rude but I thought I let ya know in case you don’t know 😀

  2. Pingback: Hello, turn the Radio on – zwei Tage in Prescott | Follow the Sun

  3. Pascal, du hast einzigartige Fotos gemacht – Hubschrauber und River – geniales Bild!

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